Montag, 4. Januar 2010

Kultur-Oase

Die Helmholtz-Schule lebt vom Engagement der Schüler. Zum Beispiel streicht jede Klasse vor ihrem Abschluss, ihr Klassenzimmer, um es so für die Nächsten, die dort vier Jahre verbringen werden, vorzubereiten.Die Schüler führen, durch die Schulleitung unterstützt, die Cafeteria und versorgen diese mit selbstgebackenen und gekochten Speisen.Auch die Schule fördert ihre Schüler indem Sie versucht, Werke der Schüler in die Öffentlichkeit zu tragen. So werden Theater-, Musik- und Tanzgruppen gefördert, die fester Bestandteil des Unterrichts sind. Zudem bieten die Fachräume die Möglichkeit, handwerklich etwas herzustellen, was ebenfalls stolz präsentiert wird. Allerdings beschränkt sich diese Präsentation auf die Flure der Schule, Bestätigung Aussenstehender ist nötig, um Erfolge wirklich feiern zu können. Die Schulleitung hat ausserdem große Probleme, die Schüler in erster Linie zu motivieren. So sind Unterricht in Sozialverhalten nötig, um den Schülern Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Respekt als Werte der Gesellschaft zu vermitteln.Zudem wird der Migrationshintergrund von fast 60% der Schüler als Problem bei der Integration aufgefasst. Man kann dieses Wissen von anderen Kulturen allerdings auch als Potential sehen, welches nur Die besitzen, die in zwei Welten leben.

Die Oase die ich für die Wüste Gropiusstadt plane soll Raum für die Schüler bilden, in dem Sie sich und ihre Arbeiten präsentieren und feiern können. Die Intervention soll eine variable Struktur sein, die je nach Bedarf größere und kleinere Räume zur Verfügung stellen kann, in denen zum Beispiel Tanzaufführungen oder Theaterstücke aufgeführt werden können.Raum, der ein kulturelles Programm anbieten kann, fehlt der Gropiusstadt derzeit noch völlig.Dieser Raum könnte Besucher aus anderen Stadtteilen als auch Touristen anziehen - ein gutes Beispiel ist der türkische Wochenmarkt am Maybachufer, der nicht nur von Neuköllnern besucht wird.Gropiusstadt braucht kulturelle Events um als Stadtteil für Bewohner als auch Besucher interessant zu werden.

Wissensbrücke

Collage 02

Wissensbrücke

Collagenpaar 01 versucht durch eine verworrene Anordnung von Sitzflächen eine terrassierte Struktur zu schaffen. Diese soll zum Verweilen einladen und belebend für den Stadtraum wirken. Hierbei ist es möglich diesen Ort als Parasit im Stadtbild zu gestalten, da es wichtig ist die stattfindende Veränderung und ihre Notwendigkeit deutlich zu zeigen. Im Inneren wird durch eine Landschaft aus Sitzgelegenheiten und einer flexiblen Raumstruktur und dem Ausschluss des Öffentlichen ein Wohlbefinden zu schaffen und eine offene Kommunikation anzuregen. Das Collagenpaar 02 entfernt sich noch einen Schritt weiter von der Schule und greift unmittlebar ins Stadtbild ein. Wie im ersten Ansatz wird hier großen Wert auf eine gezielte Steuerung der Innen-Außen-Beziehungen und eine parasitäre Wirkung gelegt. Es soll ein Bewusstsein und eine neue Perspektive auf die Umgebung geschaffen werden. Die Verlagerung in luftige Höhe soll den Gedanken des barrierefreien Gestaltens der Schüler unterstützen. Durch die besondere Wahl des Ortes soll ein größtmögliches öffentliches Interesse geweckt werden. Hierbei ist es möglich, den Ort nicht nur als Begegnungstätte, zu nutzen, sondern auch als Veranstalltungsort.

Collage 01

Barrieren

Beim Besuch der Helmholzschule fällt schon zu Beginn deutlich die Anzahl der Verbots- und Hinweisschilder auf. Diese wirken sehr unterdrückend, erdrückend, verlangsamend und behindernd. Diese Atmosphäre vor Ort wird durch die Architektur nur verstärkt, da vorrangig dunkle Wände, schlecht beleuchtete Flure und eine generell flache Bauweise vorzufinden ist. Im weiteren Gespräch mit Schülern spiegelt sich dies auch in ihren Eindrücken wieder. Es wurde des Weiteren angemerkt, dass es nur einen Ort der Begegnung und zum Aufenthalt vorhanden ist: der Trainingsraum. Ein Raum der nur durch die sozialpädagogischen Räume der Schule zu erreichen ist und an Komfort nur einige Polstersitzmöbel bietet. General kann gesagt werden, dass für den Fall, dass atmosphärischen Überlegungen angestellt wurden, kein wirkungsvolles Ergebnis erzielt wurde. Oft werden Gespräche auf Fluren oder in Treppenhäusern geführt, da der geeignete Raum hierfür fehlt.